Veranstaltungen und Vorträge

Sommerschule „Griechische Paläographie, Handschriftenkunde und digitale Editionswissenschaft“

ACHTUNG: verschoben auf Montag, 13., bis Samstag, 18. September 2021

Die einwöchige Kompaktveranstaltung wird im Rahmen des Zentrums „Grundlagenforschung Alte Welt“ (ZGAW) vom Akademienvorhaben „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike“ ausgerichtet. Sie richtet sich vornehmlich an Masterstudierende und Promovierende der Altertumswissenschaften und benachbarter Disziplinen.
Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer*innen an das selbständige Lesen, Transkribieren und Edieren griechischer, in mittelalterlichen Handschriften erhaltener Texte heranzuführen. Daher steht die Vermittlung von Grundkenntnissen in der Paläographie griechischer Handschriften und in der (digitalen) Editionstechnik im Zentrum des Kurses.
Im Verlauf des Kurses werden alle für die Erstellung einer kritischen Edition eines antiken Textes notwendigen Arbeitsschritte am Beispiel der Homilie „Quomodo animam acceperit Adamus“ des Severian von Gabala – eines der im Akademienvorhaben edierten Autoren – praktisch eingeübt, sodass am Ende des Kurses eine von den Teilnehmer*innen der Sommerschule
gemeinsam erstellte vorläufige kritische Edition dieses Textes vorliegen wird.
Ergänzt wird das Programm durch zwei Abendvorträge (M. Cassin, Paris, und Ch. Markschies, Berlin) und durch ein Praxisseminar anhand von Originalmanuskripten in der  Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin.
Den Unterricht gestalten wissenschaftliche Mitarbeiter*innen des Akademienvorhabens „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike“ (C. Bandt, F. X. Risch, A. v. Stockhausen, B. Villani) und des Akademienvorhabens „Galen als Vermittler, Interpret und Vollender der antiken Medizin“ (C. W. Brunschön, L. Orlandi).

Anmeldung (Teilnahmevoraussetzung sind profunde Griechischkenntnisse):
Die Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben und Lebenslauf (unter Angabe der Studienfächer und des Studienstandes) sowie dem Kurzgutachten einer akademischen Lehrperson ist in elektronischer Form (im PDF-Format) bis zum 30. April 2020 an folgende Adresse zu senden: sommerschule_2020(at)bbaw.de. Die Zahl der Teilnehmer*innen ist auf 12 begrenzt.
Die Entscheidung über die Aufnahme in die Sommerschule, welche auf Grundlage des bisherigen Studienerfolges und der Bewerbungsunterlagen erfolgt, wird bis zum 15. Mai 2020 mitgeteilt werden.
Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Unterkunft wird bereitgestellt, die Kosten für Unterkunft und die Mittagsverpflegung werden von der BBAW getragen. Die Kosten für Anreise sind von den Teilnehmer*innen zu tragen.

Salon Sophie Charlotte „Weltbilder“

am 18. Januar 2020 von 18 bis 24 Uhr im Säulensaal (2. OG)

Nähere Informationen: https://salon.bbaw.de/home/ und in der Rubrik „Kurz nachgefragt ...“ auf der Homepage der Akademienunion.

Unter dem Titel „Die Welt in der Runddeckeltruhe“ laden die WissenschaftlerInnen des Vorhabens anhand eines Modells zum Gespräch über das Weltbild des Severian von Gabala und des Cosmas Indicopleustes ein.

 

 

 

Hans-Lietzmann-Vorlesung (Vortrag von Katharina Bracht, Jena)

am 13. Dezember 2019, 18.00 Uhr im Einstein-Saal der BBAW

„Emporschwingen und entfalten“. Zur Originalität heteronomer Texte in der Antike

Heteronome Texte sind ein Phänomen der Literatur von der Antike bis zu unserer Gegenwart: Kommentare, Paraphrasen, Übersetzungen, Fortschreibungen, etc. sind Texte, die sich wesentlich auf einen anderen, bereits vorliegenden Text beziehen. Sie kommen in allen klassischen Wissenschaftsdisziplinen von (paganer) Philosophie über Theologie (aller drei monotheistischer Religionen) und Jura bis Medizin vor.
Doch obwohl antike Autoren solcher Texte sich in freiwillige Abhängigkeit von einem älteren Text begeben, von dem sie sich Struktur und Themen vorgeben lassen, eignet ihnen oftmals eine gewisse Originalität. Worin besteht sie nach ihrem Selbstverständnis, und wozu dient sie? Einsetzend bei dem frühmittelalterlichen Autor Elias von Kreta und seinem Kommentar zu Gregor von Nazianz‘ erster theologischer Rede erörtert der Vortrag antike und spätantike Antworten auf die moderne Frage: Warum beziehen sich (spät-)antike Autoren auf das Gestrige, ohne ewig-gestrig sein zu wollen?

 

XVIII. International Conference on Patristic Studies Oxford 19 August - 24 August 2019

Weitere Informationen: https://www.oxfordpatristics.com und https://app.oxfordabstracts.com/events/201/program-app/program

Unter Beteiligung der Arbeitsstelle finden zwei Workshops statt:

Tuesday August 20

East School 4.00 – 6.30. "Alexandrian" and "Antiochene" Exegesis of the Bible: Exemplary studies on Eusebius of Caesarea and Severian of Gabala (1)

Chair: Christoph Markschies; Discussant: Annette von Stockhausen (two sessions)

Session 1: Eusebius

144: Christoph Markschies: "Pagan" Methods of Exegesis in Eusebius' of Caesareas Commentary on the Psalms

831: Barbara Villani: The Challenge of Authenticating Catena Fragments of Eusebius of Caesarea’s Commentary on the Psalms

815: Claudio Zamagni: Biblical Quotations in Eusebius' Exegesis

 

Room 9 4.00- 6.30 Research on Psalter Catenae: Current Trends and Future Perspectives (1)

Reader

Chair: Reinhart Ceulemans; Discussant: Cordula Bandt (two sessions)

Tradition

423: Leontien Vanderscheiden: The manuscript tradition of the type III catena within the broader catena tradition of the Psalms

356: Elina Dobrynina: Two periods in commentary on the mid-9th century Khludov Psalter

Translation and NT practice

261: Catherine Mary MacRobert: The multiple-author catena on the Psalms translated into Church Slavonic by Maximus Triboles

362: Nino Doborjginidze: Old Georgian Psalter Catenae

351: Panagiotis Manafis: Catenae on Luke: the commentary and its differing paratextual features

 

Wednesday August 21

East School 4.00 – 6.30. “Alexandrian” and “Antiochene” Exegesis (2)

Session 2: Severian

848: Richard Bishop: Severian of Gabala’s In sanctam Pentecosten (CPG 4211)

725: Sergey Kim: A hitherto unknown Greek Homily on Adam, Abel and Cain: (ps.-)John Chrysostom or Severian of Gabala?

526: Annette von Stockhausen: Establishing the Corpus Severianum with computer-assisted approaches?    

544: Sever J. Voicu: Severian of Gabala: the Way Ahead

 

Room 11 4.00 – 6.30 Research on Psalter Catenae (2)

Reader

Reading

352: Samuel Pomeroy: Epitomizing in Sixth-century Gaza: Shared Exegetical Traditions in the ‘Palestinian’ Catena on Ps 118 and the Epitome of Procopius

524: Agnès Lorrain: Fragments of Works or Working with Fragments? Towards a literary approach to the Pauline Chains

Dissecting

556: Cordula Bandt: On the prologue material of the catenae on Psalm

132: Martina Filosa: Some remarks on new Hexaplaric readings from a fragmentary catena to the Psalter (Fol 528, Herzogin Anna Amalia Library, Weimar)

380: Sebastiano Panteghini: Presentation of the project “Critical digital edition of the Expositiones in Psalmos of (Ps.-)Athanasius of Alexandria”

Kolloquium „Das antike Christentum als Philosophie? Leistung und Grenzen einer philosophiehistorischen Betrachtung einer Religion“

am 25./26. Mai 2019 an der Humboldt Universität, Theologische Fakultät, Burgstraße 26, 10178 Berlin, Raum 117

Anlässlich des Ausscheidens von Prof. Dr. Dietmar Wyrwa als Arbeitsstellenleiter des Akademienvorhabens „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese der Spätantike“ lädt die Arbeitsstelle zu einem Kolloquium ein, dessen Vorträge der Frage nachgehen, inwieweit es möglich und sinnvoll ist, das antike Christentum unter philosophiehistorischen Aspekten zu betrachten.

Programm:

Sa., 25.5.2019, 17:00 Uhr: Ch. Riedweg (Zürich), Eine Art Mind-Map der ersten sieben Jahrhunderte nach Christus – zum Sachregister des neuen Grundrisses der Geschichte der Philosophie, Antike 5: Philosophie der Kaiserzeit und der Spätantike (Basel 2018)
Sa., 25.5.2019, 18:00 Uhr: F. X. Risch, Der Begriff τρόπος ὑπάρξεως. Ein Testfall für die Philosophia Christiana
So., 26.5.2019, 10:00 Uhr: A. v. Stockhausen, Philosophische Theologie als Häresie? Die Kritik des Severian von Gabala an den Eunomianern
So., 26.5.2019, 11:00 Uhr: Ch. Markschies, Christliche Gnosis als Philosophie? Chancen und Probleme eines traditionsreichen Forschungskonzepts

­Es ergeht herzliche Einladung!

Anmeldung bis zum 20.05. unter diesem Link.


 

Hans-Lietzmann-Vorlesung (Vortrag von E. Thomassen - Bergen)

am 23. November 2018, 18.00 Uhr im Einstein-Saal der BBAW
 

 


Hans-Lietzmann-Vorlesung (Vortrag von W. Kinzig - Bonn)

am 8. Dezember 2017, 18. 00 Uhr im Einstein-Saal der BBAW
 


Sommerschule Griechische Paläographie, Handschriftenkunde und Editionswissenschaft

vom 25. bis 29. September 2017